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Erfahrungsberichte

Ein Einblick in das duale Studium Software- und Systemtechnik

Programmieren und Teamarbeit – für uns gehört das zusammen. Wir vereinen beides im dualen Studium Software- und Systemtechnik. Simon Bisping, Till von Rüden, Ann-Kathrin Stracke und Jana Fitzenreiter sind unsere dual Studierenden im Bereich Software- und Systemtechnik – alle haben im Jahr 2019 gestartet. Die vier haben uns mitgenommen und von ihrem dualen Studium erzählt. Erfahre jetzt, was sie uns über ihr Studium verraten haben!

09.11.2021 6 Min Lesezeit

Duales Studium Software- und Systemtechnik. Darauf muss man auch erst einmal kommen! Wie seid ihr auf dieses duale Studium und SIGNAL IDUNA als Ausbildungsbetrieb gekommen?

Wir hatten alle im Vorfeld schon ein paar Berührungspunkte mit Informatik. In der Schule, in unseren Abiturprüfungen, aber auch privat haben wir uns mit dem Thema beschäftigt. Deshalb stand Informatik schon vorher fest – genauso wie der Wunsch ein duales Studium zu machen. Jana hat SIGNAL IDUNA als Arbeitgeber kennengelernt, als sie sich bei der FH-Dortmund über duale Studiengänge informiert hat. Till ist auf SIGNAL IDUNA durch Veranstaltungen in der Schule aufmerksam geworden. Ann-Kathrin hat die Möglichkeit über die Schülerplattform Azubiyo entdeckt und Simon hatte eine Empfehlung von Bekannten. Es führen eben viele Wege nach Rom. Über eine Sache sind wir uns dann aber doch einig. Seit wir wegen des Auswahlverfahrens das erste Mal hier waren, wollten wir das Studium bei SIGNAL IDUNA machen. Wir haben von dort an einfach alle einen sehr guten Eindruck von dem Unternehmen bekommen.

Wie ist euer duales Studium aufgebaut?

Sowohl die Arbeit im Unternehmen als auch die Vorlesungen an der FH-Dortmund sind Bestandteile unseres Studiums. Von Montag bis Mittwoch besuchen wir Vorlesungen an der Fachhochschule. Wir lernen dort zum Beispiel die Programmiersprachen Java, JavaScript und C. Weitere Fächer sind unter anderem „Datenbanken“ und „Mensch-Computer-Interaktion“. Es gibt zudem interne Seminare bei SIGNAL IDUNA. Dort steigt man mit den externen Schulungsleitenden Schritt für Schritt in die Informatik und die konkreten Programmiersprachen ein.

Donnerstags und freitags sind wir im Unternehmen tätig. Im ersten Lehrjahr findet eine so genannte IT-Akademie statt. Dort lernt man erst einmal viel Fachliches –zum Beispiel wie man erste Programme schreibt. Im zweiten Lehrjahr unterstützen wir erstmals die Abteilungen des Unternehmens bei verschiedenen Projekten. Dieser Praxisbezug bleibt im dritten Jahr bestehen und wir bereiten uns dann auf die Abschlussprüfung vor. Das geht alles schneller, als man denkt. Die Ausbildung ist im vierten Jahr schon abgeschlossen. Da das Studium noch andauert, finden weiterhin montags bis mittwochs Vorlesungen statt. Im Unternehmen wird man im vierten Lehrjahr bereits in der jeweiligen Zielabteilung eingesetzt – das heißt in der Abteilung, in der man voraussichtlich auch nach Abschluss des Studiums arbeitet. Dort schreibt man dann auch seine Bachelorarbeit.

Bei der Fachrichtung Informatik denken viele an das stille Kämmerlein und Informatiker, die im Keller allein programmieren. Wie sieht euer Arbeitsalltag in Wirklichkeit aus?

Wir arbeiten in agilen Teams und tauschen uns viel mit den anderen Mitarbeitenden aus. Aktuell arbeiten wir in Büros mit je zwei Plätzen. Wir ziehen allerdings bald auf neue offene Projektflächen um, auf denen wir mit größeren Gruppen zusammen sind. Dementsprechend passt das stille Kämmerlein nicht wirklich zu unserer Realität. Man arbeitet tatsächlich recht selten allein. Es gibt zwischendurch zwar Phasen, in denen man aktiv programmiert, aber auch das geschieht in Absprache mit anderen. Im Normalfall arbeitet man immer an einem Projekt und damit auch in einem zugehörigen Team. Innerhalb des Teams finden täglich Meetings statt, in denen man sich darüber austauscht, wie man mit seinen Aufgaben vorankommt und in denen man sich gegebenenfalls Hilfe holen kann. Alle zwei Wochen haben wir einen längeren Termin – der sogenannte Review. Dort schaut man sich die bisherigen Ergebnisse an und bespricht, was man inwiefern besser machen kann. Wir sind also fast den ganzen Tag im Austausch miteinander.
 

Super ist auch, dass unsere Arbeit sehr eigenverantwortlich verläuft. Durch die Gleitzeit dürfen wir uns unsere Arbeitszeiten zum Großteil so einteilen, wie es bei uns passt. Deshalb ist man superflexibel. So kann man zum Beispiel auch mal eine längere Mittagspause machen. In unseren Projekten stehen verschiedene Teilaufgaben an. Sobald man etwas abgeschlossen hat, beginnt man einfach die nächste Aufgabe. Dadurch kann man den Arbeitsalltag größtenteils selbst gestalten.

Wie war euer Start in das duale Studium? Was ist eurer Meinung nach die größte Herausforderung?

Das Schwierigste ist das „Dranbleiben“. Viele Kurse bauen aufeinander auf. Wenn man zu Beginn einen Kurs schleifen lässt, bekommt man bei einem späteren Kurs gegebenenfalls Verständnisprobleme und die Wissenslücke verfolgt einen ein wenig. Aber genau deswegen ist es gut, dass wir im Unternehmen und unter uns dual Studierenden immer Ansprechpersonen haben, die uns bei Fragen unterstützen.

Wem würdest du das duale Studium Software und Systemtechnik empfehlen und was würdest du denjenigen mitgeben?

Das duale Studium passt gut zu Personen, die gerne logische Probleme lösen. Abgesehen davon ist aufgrund der Projektarbeit Teamfähigkeit eine Eigenschaft, die enorm weiterhilft. Interessierten, die das Studium beginnen möchte, würden wir mitgeben, offen zu sein. Vieles ergibt sich von selbst. Es gibt keinen Grund vor dem Start des Studiums Angst zu haben. Durch Vorkurse, vor allem in Programmierung und Mathe, wird dieser einfach gestaltet. Wenn man vor einem Problem steht, das man nicht lösen kann, gibt es immer jemanden im Unternehmen, den man um Hilfe bitten kann. Also auch wenn einmal etwas nicht so läuft, wie es eigentlich soll – eine Lösung findet sich immer.

Was waren deine Lieblingsmomente im dualen Studium bei SIGNAL IDUNA?

Das Schönste ist die Zusammenarbeit mit anderen. In unserem Jahrgang arbeiten wir gemeinsam an einem Projekt und sind deshalb immer ein Team. Das ist einfach ein schönes Gefühl. Zu Beginn der Ausbildung haben wir unsere Einführungswoche in Soltau verbracht. Die Woche fand standortübergreifend statt – das heißt wir hatten dort auch die Möglichkeit, die Auszubildenden und dual Studierenden aus Hamburg kennenzulernen. Durch Spiele und Seminare haben wir uns gegenseitig, den Ablauf des Studiums bzw. der Ausbildung und SIGNAL IDUNA kennengelernt. Dadurch hatte man schon von Anfang an Anlaufstellen untereinander. Insgesamt war die Einführungswoche ein super Start für uns.  

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